Notruf

Alarmierung des Rettungsdienstes

Da Sie als Laie immer nur erste Hilfe leisten können, ist eine Ihrer wichtigsten Aufgaben die Alarmierung des Rettungsdienstes. In Deutschland besteht ein lückenloses Netz von Rettungsleitstellen und Rettungswachen. Damit ist sichergestellt, daß Betroffene bei einem Notruf rund um die Uhr schnelle, fachgerechte medizinische Hilfe erhalten und in ein Krankenhaus gebracht werden.

Jeder Augenzeuge eines Unfalls muß in der Lage sein, den Rettungsdienst richtig zu alarmieren.

Es gibt unterschiedliche Unfallmeldemittel, alle sind mit verständlichen Bedienungsanleitungen versehen. Auch wenn Sie aufgeregt sind, können Sie kaum etwas falsch machen. Von allen öffentlichen Münz- und Kartentelefonen aus ist ein Notruf ohne Geldeinwurf bzw. Telefonkarte möglich.

An den Autobahnen und an manchen Bundesstraßen befinden sich Notrufsäulen. Den Hinweis auf die nächste Meldeeinrichtung geben kleine Pfeile auf den Leitpfosten am Straßenrand. Die Notrufsäulen befinden sich in einem Abstand von ca. 2-4 km.

Rettungsdienst / Krankentransport

112

Polizei-Notruf

110

Feuerwehr-Notruf

112

Ärztlicher u. Zahnärztlicher Notdienst (am Wochenende)

01805 / 19292410

Im Notruf immer angeben:

WO geschah es?

Geben Sie den Notfallort genau an. Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk, usw.

WAS geschah?

Beschreiben Sie kurz die Notfallsituation.
Die Rettungsleistelle muß erkennen, welche Maßnahmen eingeleitet werden müssen (Rettungshubschrauber, Feuerwehr, usw.)

WIE VIELE Verletzte?

Diese Angaben sind wichtig, um genügend Fahrzeuge und Personal einsetzen zu können.

WELCHE Verletzungen?

Sind Personen in lebensgefährlichem Zustand? Die Rettungsleitstelle braucht diese Angaben, um die richtigen Fahrzeuge und das notwendige Personal, z.B. Notarzt, einzusetzen.

WARTEN auf Rückfragen?

Legen Sie erst auf, wenn das Gespräch von der Leitstelle beendet wurde!

Entschuldigung, wo ist die Hausnummer 12 ?!

Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, ob Ihre Hausnummer bei einem Notfall von den Rettungsdiensten gut gesehen werden kann???

Nach dem Bundesbaugesetz ist jeder Eigentümer verpflichtet, sein Grundstück mit der von der Gemeinde festgesetzten Nummer zu versehen. Gereade in Neubaugebieten finden sich jedoch oft recht "abstrackte" Numerierungen, die zwar schön sein mögen, aber aus rettungsdienstlicher Sicht wenig nützlich sind. Wünschenswert ist es, die Numerierung mehr an funktionellen als ästhetischen Gesichtspunkten zu orientieren. Sehr viele Hausnummern sind durch Bäume und Büsche verdeckt, verwittert oder durch zu dunkle Schrift auf dunklem Grund schwer oder garnicht zu erkennen.

Im Notfall kann es aber entscheidene Zeit kosten, wenn der Rettungsdienst die Einsatzstelle erst suchen muß. Deshalb sollten Sie daran denken, das die Hausnummer nicht nur für die Postzustellung oder Ihre Bekannten wichtig ist, sondern eventuell auch Ihr Leben retten kann.

Hier noch ein paar Tipps:

Stellen Sie bei einem häuslichen Notfall einen Einweiser für den Rettungsdienst ab.

Dieser sollte sich deutlich sichtbar, aber an einen ungefährlichen Ort nahe der Einsatzstelle aufstellen, und durch Heben und Senken der seitlich ausgestreckten Arme bemerkbar machen. (Nachts evtl. mitTaschenlampe)
Geben Sie bereits beim Notruf
Besonderheiten der Einsatzstelle an, z.B. ein davor parkendes Fahrzeug (mit eingeschalteter Warnblinkanlage) oder - bei Neubauten - das Haus mit den Gerüst, Silo, Kran, etc ...

Machen Sie, bei Dunkelheit, die
Lichter an, die von der Straße aus wahrgenommen werden können. (Hoflicht, Hausgang ...)

Öffnen Sie bereits nach dem Notruf evtl.
Tore und Schranken

Halten Sie den
Aufzug bereits im Eingangsbereich fest. (Im Notruf das Stockwerk angeben)

Durch diese Tätigkeiten sollten jedoch die notwendigen Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht vernachlässigt werden!!!